Die 64 Hexagramme


Kien das Schöpferische der Himmel Kun das Empfangende die Erde Dschen das Erregende der Donner Kan das Abgründige das Wasser Gen das Stillehalten der Berg Sun das Sanfte der Wind das Holz Li das Haftende das Feuer Dui das Heitere der See
Kien das Schöpferische der Himmel 01 11 34 05 26 09 14 43
Kun das Empfangende die Erde 12 02 16 08 23 20 35 45
Dschen das Erregende der Donner 25 24 51 03 27 42 21 17
Kan das Abgründige das Wasser 06 07 40 29 04 59 64 47
Gen das Stillehalten der Berg 33 15 62 39 52 53 56 31
Sun das Sanfte der Wind das Holz 44 46 32 48 18 57 50 28
Li das Haftende das Feuer 13 36 55 63 22 37 30 49
Dui das Heitere der See 10 19 54 60 41 61 38 58
                 





39. Gien / Das Hemmnis

oben Kan, das Abgründige, das Wasser
unten Gen, das Stillehalten, der Berg

Das Zeichen stellt einen gefährlichen Abgrund dar, der vor einem liegt; hinter sich hat man den steilen, unzugänglichen Berg. So ist man von Hemmnissen umgeben. Aber in der Eigenschaft des Berges, stillezuhalten, liegt auch gleichzeitig ein Fingerzeig, wie man aus den Hemmnissen herauskommen kann. Das Zeichen stellt Hemmnisse dar, die im Lauf der Zeit sich einstellen, die aber überwunden werden können und sollen. Daher ist die ganze Auskunft darauf gerichtet, die Hemmnisse zu überwinden.


Das Urteil

Das Hemmnis. Fördernd ist der Südwesten.
Nicht fördernd ist der Nordosten.
Fördernd ist es, den großen Mann zu sehen.
Beharrlichkeit ist von Heil.

Südwesten ist die Gegend des Rückzugs, Nordosten die Gegend des Vordringens. Es handelt sich um eine Lage, da sich Hemmnisse einem gegenüberstellen, die nicht direkt Überwunden werden können. In diesem Fall ist es Weisheit, angesichts der Gefahr stehenzubleiben und sich zurückzuziehen. Dieser Rückzug ist jedoch nur die Vorbereitung zur Überwindung der Hemmnisse.

Es gilt, sich mit gleichgesinnten Freunden zusammenzutun und sich der Leitung eines Mannes zu unterstellen, der der Lage gewachsen ist; dann wird es gelingen, die Hemmnisse zu beseitigen. Dazu bedarf es der Gesinnung der Beharrlichkeit gerade dann, wenn man scheinbar etwas tun muß, das vom Ziel abführt. Diese unbeirrbare Richtung des Innern bringt schließlich Heil.

Das Hemmnis, das nur eine Zeitlang dauert, ist von Wert für die Bildung der eigenen Persönlichkeit. Das ist der Wert der Not.


Das Bild

Auf dem Berg ist das Wasser: das Bild des Hemmnisses.
So wendet sich der Edle seiner eigenen Person zu
und bildet seinen Charakter.

Schwierigkeiten und Hemmnisse werfen den Menschen auf sich selbst zurück. Während aber der Gemeine die Schuld draußen bei andern Menschen sucht und das Schicksal anklagt, sucht der Edle den Fehler in sich selbst, und durch dieses Insichgehen wird die äußere Hemmung für ihn ein Anlaß innerer Bereicherung und Bildung.



Die Einzelnen Linien

 

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